Das Stechen von Nadeln an bestimmten Punkten ist einer der ältesten bekanntesten Heilverfahren, dass auch in Europa auich schon lange bekannt ist. Es wurden zum Beispiel an der Eiszeitmumie „Ötzi“ Hinweise aufg Akupunktur gefunden.

 

[ Antirheumatische Akupunktur beim Mann aus dem Eis („Ötzi“) ]

In der altchinesischen Betrachtungsweise ist der entschiedene Faktor für die Gesundheit eines Menschen ein gleichmäßiges Fließen der „Lebensenergie“ Qi. Diese Energie kann mithilfe von Akupunktur beeinflusst und mögliche Mangelerscheinungen oder Blockaden beseitigt werden.

Behandlung
Die Behandlung ist, abgesehen von einem geringen Einstichschmerz, schmerzlos. Im Vergleich zu der Akupunkturnadel ist eine klassische Injektion weitaus schmerzhafter. Eine Sitzung dauert ca. 25 Minuten und wird vom Patienten als sehr entspannend empfunden.

Westliche Betrachtungsweise der Akupunktur
In vielen Studien wurde eine Wirksamkeit insbesondere hinsichtlich der Schmerztherapie festgestellt. Eine Erklärungsmöglichkeit wird darin vermutet, dass körpereigene Botenstoffe durch die Behandlung freigesetzt werden und die Schmerzen reduzieren.

Analgetische Wirkung

Die schmerzstillende Wirkung ist die am meisten erforschte und anerkannte Wirkung der Akupunktur. Inbesondere bei Migräne, Spannungskopfschmerzen, Regelschmerzen, Trigeminusneuralgie, Kniegelenkschmerzen oder Neuropathien können sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Für weitere Informationen wird die wird folgende Studie der Neurologischen Klinik der TU-München empfohlen: Wirkung der Akupunktur auf die affektive und sensorische Schmerzbewertung

Vegetative Wirkung

Eine vegetativ regulierende, harmonisierende und sedierende Wirkung konnte nachgewiesen werden.

Psychische Wirkung

Vergleichbar wie die Wirkung auf des Vegetativum nimmt die Akupunktur auch auf die Psyche einfluss. Dies nicht nur sedierend sondern vielmehr rrgulierend.

Sympathologische Wirkung

Die Einflüsse der Akupunktur auf das Nervensystem können zu sympathikolysischen Effekte führen. So können zum Beispiel bestimmte Punkte nachweislich die Durchblutung der unteren Extrimitäten steigern.

Motorische Wirkung

Mit Hilfe der Elektromyographie konnte ein Nachlassen der Muskelspannung durch Akupunktur nachgewiesen werden. Neben der Spasmolyse konnte ine Harmonisierung der EMG-Amplituden festgestellt werden. [Studie: Bergmann, Wien] Auch bei motorischen Paresen ließen sich selbst nach Jahren eine Reduzierung der Lähmungen nachweisen [Naesen, USA].

Eine Sofortwirkung der Akupunktur bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Halswirbel konnte durch eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität, München festgestellt werden.

Immunologische Wirkung

Eine signifikante Abnahme von IgE sowie eosinophile Leukozyten konnte festgestellt werden. Es lässt sich häufig ein sofortiges Abschwellen von Lymphstaubezirken feststellen. Dies weist auf eine regulierende Wirkung des Lymphflusses sowie der Lymphkapillare hin.

Endokrine Wirkung

Studien [Gerhard, Heidelberg] weisen eine günstige Wirkung der Akupunktur hinsichtlich Beschwerden wie Amenorrhoe nach.

 

Die Weltgesundheitsorgansiation (WHO) erkennt für folgende Krankheitsbilder die Akupunktur als Therapieverfahren an: Indikationen für Akupunktur laut WHO